Zeck HR20 die Diskussion

  • Winne

    Hat den Titel des Themas von „Zeck HR20“ zu „Zeck HR20 die Diskussion“ geändert.
  • .... also,


    Standard-Multi obenauf rechtskurbelnd gefällt mir nicht

    Standard-Multi obenauf linkskurbelnd = Rechtshänder gefällt mir. Schnurverlegung mit rechtem Daumen.


    Hängend-Multi Zeck 🙄 ... weiss nicht ob man sich an die Schnurverlegung gewöhnen kann ... denn sie hängt ja und der Blick auf die Schnurrolle ist ja sichtbehindert unterm Stecken ... zumindest so meine erste Einschätzung.


    Hab sie noch nicht gefischt !

  • :servus:,


    ist schwierig ein Produkt nur nach diversen Videos zu beurteilen aber den Weg in meinen Tacklekeller wird die Rolle nicht schaffen.


    Ich wüsste nicht wo ich Verwendung für eine hängende Multi, mit "Fliehkraftbremse" bei meiner Angelei hätte. Mag sein, dass das Auslegen damit leichter geht, aber das ist mit den bewährten Rollen auch unkompliziert zu bewältigen.


    Die technische Inovation kann ich so auch nicht erkennen - hängende Multis gibt es schon ein paar Jahre - z.B.:


    multi.jpg


    Und die spezielle "Auslegebremse" sieht aus wie eine normale "Fliehkraftbremse" an einer herkömlichen Baitcaster.


    Ansonsten finde ich die technischen Daten wie z.b. die Bremskraft nicht ohne.

  • Hallo Thomas,

    Danke für die Rückmeldung.

    Bin auch der Meinung daß eine Bewertung nicht auf Basis von Videoclips erfolgen kann

    Praxiserfahrung ist gefragt!

    Die "Auslegefunktion" ist wenn man so will ein Teil der Schiebebremse.

    Der gesamte Bremsmechanismus liegt wie bei anderen Multis im Inneren der Spule.

    Die Kraftübertragung erfolgt über den Hebel und ein Ritzel zunächst auf eine Metallplatte, die man auch als Andruckplatte bezeichnet.

    Diese wird auf eine weitere Platte gepresst, die dadurch die Spule direkt abbremst.

    Was meinst du mit Fliehkraftbremse?

    na egal - entscheidend ist letztlich die Bremskraft, Schnurverlegung und Handling.

    Letzteres (Linkshand und Hängend) finde ich schon interresant, wenngleich das Rad einmal mehr neu erfunden wurde partyx

    die von dir gezeigte CORBOSS 640LLC hat Cormoran nach der Übernahme von Daiwa auf den Markt gebracht wenn ich mich nicht irre, ist also grob gut 10 Jahre her.

    Die HR20 ist also in der technischen Funktionsweise keine Weltneuheit :grandpa:

    Gruß Winne

    bawuekleinxxs1n.png

    2 Mal editiert, zuletzt von Winne ()

  • ...gehört zwar nicht direkt zum Thema, aber ist dennoch für die Meinungsbildung interessant zu lesen...


    Fisch & Fang schreibt dazu:

    Grundsätzlich unterscheidet man bei Multirollen zwei verschiedene Bremstypen:

    die Stern- und die Schiebebremse.

    Bei ersterem Modell wird durch Drehen des Sternrades, das sich zwischen Kurbel und Gehäuse befindet, das Hauptantriebsrad gebremst.

    Die Bremswirkung überträgt sich über das Ritzel auf die Achse und damit auf die Spule.

    Dreht man das Sternrad nach vorn (vom Angler weg), verstärkt sich in der Regel die Bremskraft.

    Dreht man es nach hinten, verringert sie sich entsprechend.

    Die sich drehende Spule wird durch die Erhöhung des Drucks auf die Bremsscheiben abgebremst.

    Dadurch justiert der Angler, wie viel Kraft der Fisch aufwenden muss, damit Schnur freigegeben wird.

    Anders funktioniert das Ganze im Falle einer Schiebebremse.

    Bei Multirollen mit diesem Bremstyp findet man anstelle des Sternrades einen Hebel vor, der auch als Lever Drag bezeichnet wird.

    Der gesamte Bremsmechanismus liegt in der Regel im Inneren der Spule.

    Die Kraftübertragung erfolgt über den Hebel und ein Ritzel zunächst auf eine Metallplatte, die man auch als Andruckplatte bezeichnet.

    Diese wird auf eine weitere Platte gepresst, die dadurch die Spule direkt abbremst.

    Prinzip Autobremse

    Das Prinzip lässt sich mit der Funktion einer Autobremse vergleichen: Übertragen auf die Schiebebremse, wäre die Metallplatte die Bremsscheibe, die darunter liegende Platte die Bremsbacke.

    Vereinfacht gesagt, verfügen Schiebebremsen über eine größere Kraft als Sternbremsen.

    Dies lässt sich durch die direkte Bremswirkung auf die Spule und die wesentlich größere Bremsfläche erklären.

    Der Knopf beziehungsweise der Hebel für den Schnurfreilauf fehlt bei solchen Rollenmodellen.

    Bewegt man aber den Bremshebel ganz nach hinten (auf den Angler zu), wird die Bremse völlig geöffnet.

    Dies ist der Unterschied zur Freilauffunktion bei Rollen mit Sternradbremse, bei denen die ursprüngliche Bremseinstellung nach Ausschalten des Freilaufs wieder vorhanden ist. Wird der Freilauf eingeschaltet, entkoppelt das Getriebe.

    Dennoch bleibt eine gewisse Hemmung der Spule erhalten.


    Multis mit Sternbremse findet man sowohl beim Fischen im Süß- als auch im Salzwasser.

    Bei Multis mit Schiebebremse befindet sich an der Seite ein kleiner Druckknopf. Wird dieser betätigt, lässt sich der Hebel ganz nach vorn schieben.

    Auf diese Weise ist die maximale Bremswirkung erreicht.

    Dies kann erforderlich werden, wenn sich ein großer Fisch bei normaler Einstellung (Hebel maximal bis zum Druckknopf geschoben) nicht stoppen lässt.

    Damit wären wir schon beim Haupteinsatzgebiet von Multis mit Schiebebremse.

    Man findet die Kraftpakete in der Regel dort, wo man es mit wirklich großen Fischen zu tun hat.

    Beim Big Game beispielsweise kommen die XXL-Ausführungen zum Einsatz, mit denen sich auch mehrere hundert Kilo schwere Tune oder Marline bändigen lassen.

    Aber auch beim klassischen Meeresangeln in Norwegen bestimmen Multis mit Schiebebremse das Bild.

    Kein Wunder, denn sie sind nicht nur robust und bärenstark, sie lassen sich auch leicht bedienen.

    Vor allem weiß der Angler immer genau, wie fest die Bremse gerade eingestellt ist.

    Dies verrät die Stellung des vor dem Fischen exakt justierten Schiebehebels. Bei der Sternbremse hingegen kann es passieren, dass der Angler im Eifer des Gefechts nicht mehr genau weiß, wie hart die Bremse anfangs eingestellt wurde.

  • :servus:,


    ganz vereinfacht, ist eine Fliehkraftbremse eine Bremse, die bei Multis zum Werfen, auf das Ködergewicht eingestellt wird. Die soll beim Werfen das Überschlagen der Schnur verhindern.


    Aber du hast Recht! An der HR scheint nur eine normale Schiebebremse verbaut zu sein. Die zweite Bremse habe ich wohl geträumt oder der Entwicklung vorgegriffen.


    bremse.jpg

  • optisch grauenvoll und jahrzehntelang bis ins letzte Detail perfekte entwickelte Rollen werden für mich aus unerklärlichen Gründen neu konzipiert.

    Ich behaupte ganz einfach: Marketing


    Kann mir eigentlich nur vorstellen dass in der Wallerszenen einige nicht klar kommen mit der Standard Bauform und Bedienung.

    Dabei haben viele Wallerruten doch ein Kreuzschlitz. Oder nicht? Zudem gibt einige preisgünstige klasse Multis, bewährt und mit genügen Kapazität.


    Wo gibts sowas ausser in der doch sehr übersichtlichen Wallerszene.

    Ich würd gerne von einem aktiven Benutzer wissen was da besser sein soll.

  • ...optisch, na ja, das liegt bekanntermaßen im Auge des Betrachters. Mattlackierte Autos gefallen auch nicht jedem.

    ...Marketing - auch ok - ist halt so - weiß man

    ...Kreutzschlitz für Gimbal an Wallerruten? :hahaha: Vergiss es - jedenfalls haben meine alten CatBuster und meine Sportex nix dergleichen (glaub die DF-Bigfish undJenzi Gass hatten auch keinen, bin mir da aber nicht ganz sicher). Da mußt dich schon im Meeresbereich umschauen. Z.B. meine Westin W6 Boat oder meine JiggingMaster - die haben sowas.

    Das ist aber mit ein Grund warum z.B. auch ich keine Multi am Wallerstecken mag - mir ist das im Drill viel zu instabil auf dem Blank - fürchterlich das gewackel - Gimbal wäre die Lösung - ist aber bei uns "Knutschfleckfetischisten" verpönt. Ja und dann ist da dann auch noch das Gewicht.

    insofern macht das zumindest für mich Sinn die Vorteile einer Multi (oben montiert) mit den Vorteilen einer Stationär (unten montiert) zu kombinieren.

    und ja - ich hab unsere Zeck-Teamangler angeschrieben - die sollten ja eigentlich die HR20 schon gefischt haben - bin gespannt was die dazu schreiben

    aber zurück zu die mir fehlt noch ne Antwort:

    Warum grosse Multis die ganze Technik und Sicht auf die Schnur oben haben hat ein Grund.

    Der da wäre?

    :fischamhaken:

    Gruß Winne

    bawuekleinxxs1n.png

    4 Mal editiert, zuletzt von Winne ()

  • In meiner Rollensammlung war auch mal die HR20 zu finden.

    Die Rolle wurde 2016 in Wallau auf der Messe vorgestellt und Weihnachten waren die Dinger dann unterm Baum.

    2016 hatte ich auf meinen Ruten für Marquesa 50 und bin damit nicht wirklich zurecht gekommen. Die Rute hat im Arm rumgeschwabbelt und Spaß machte das absolut nicht. Ich glaube, jeder weiß, wovon ich rede. ;)

    Also musste ich umdenken und dachte, das die HR20 wäre es. Die Vorteile liegen auf der Hand.

    - Linkshand

    - große Schnurfassung

    - sehr einfache Schnurverlegung mit dem Zeigefinger

    - Multi mit Auslegefunktion

    - als (ehemaliger) Zeck Jünger ein Must Have


    Am Wasser kam dann aber sehr schnell die Ernüchterung. Die damals schon hochgelobte und angepriesene Auslegefunktion hat bei allen 3 Rollen nicht wirklich funktioniert. Man konnte die Rolle einstellen wie man wollte, aber nix.

    Habe die Rollen eingeschickt und habe 3 neue Rollen erhalten. Bei 2 Rollen war auch diesmal die Auslegefunktion nicht vorhanden.


    Es kann natürlich sein, das ich zu dumm für die Rolle bin und das ich es nicht hinbekomme habe, die richtige Einstellung für Auslegefunktion und Bremse zu finden aber die kommt mir nicht mehr ins Haus.

  • Sauber Toni - vielen Dank für´s Feedback aus der Praxis.

    Hatte schon befürchtet daß es bei den Youtube-Clips bleibt

    Ok - in FB höre ich von Schleifgeräuschen und umständlicher Handhabung.

    Wundert mich eigentlich - kenne den Carsten persönlich und bissher war das was seinen Namen trägt solide...

    Na wie auch immer - schau ma mal was diese Diskussion sonst noch so alles zutage fördert

    dankee