• Hallo Leute !


    Ich muss das Thema leider nochmals anfangen !


    Habe zwar einige Sachen gefunden im Forum aber leider bezogen sich diese auf den Po denke ich !


    Meine Frage wäre wie Stark ( Durchmesser/Tragkraft ) sollte eine Reißleine am Lago haben ?
    Wie sehr muss dann die Rute gespannt werden ?


    Hoffe das mir da jemand weiterhelfen kann !


    dankee

  • Salve Martin,
    Gretchenfrage würde ich sagen.
    Hab schon mit Peter am Lago gefischt und mit 017er gut gefangen.
    Selbst fische ich zwischen 030 und 040er.
    Aber die Frage dabei ist wie, wann und wo...
    Auf längere Distanz Abgespannt mit entsprechend gespannten Ruten geht nix unter 030 (m.M.)
    Auf Grund kann man schon auch mal runter gehen - auch auf kürzere Distanz geht das sicherlich.
    Da wir am Lago ja nicht soviel Dreck mit der Strömung in die Schnur bekommen wie z.B. am Po ist eine 050er nicht nötig (auch m.M.)
    Probier´s einfach mal aus - es gibt Zeiten am Lago wo mit leichteren Reißleinen mit weniger Vorspannung mehr Fische hängen bleiben.
    Benny könnte dazu vieleicht ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern...
    :occasion5:
    LG Winne

  • Danke Winne !


    Ich versteh schon was du meinst !


    Haben letztes Jahr einfach Probleme mit der Bissverwertung gehabt !
    Von 10 Bissen konnten wir leider nur 2-3 verwerten.
    Wir fischten mit 0,20 oder 0,25 Reißleine auf ca. 20- max 50 m Distanz!
    Dabei haben wir die Rute nicht sehr durchgespannt denke ich !


    Teilweise wurde sie gesprengt aber oft bog sich die Rute nur zusammen und der Köfi war geschuppt, blieb aber nicht hängen!
    Dachte oder denke dass es etwas mir der Abrissleine zu tun hatte.[/size]


    Möchte einfach fürs nächste mal besser Vorbereitet sein.



    MFG

  • ...kenn ich zur Genüge :hmhmhm:
    hast schon mal mit 2 Reißleinen versucht?
    Nur so mal als Denkanstoß - nicht nur auf die Stärke kommt´s an...
    immer öfter zieh ich 2 drauf - ne kurze und ne längere
    und warum???
    Vielleicht bekommen wir dazu ja noch ein paar andere Meinungen - würd mich freuen.
    :occasion5:
    LG Winne

  • :gutenmorgen:


    mmmmmhhh!


    Sorry Winne aber das höre ich zum ersten mal !


    Wenn unsere Freunde beim Biss die erste Reißleine sprengen dann verstehe ich das mit der zweiten ja noch, aber wenn beim Biss die erste schon nicht reißt verstehe ich nicht warum kann dann die ganze Karausche geschuppt sein von vorne bis hinten !


    Ich dachte es liegt an der stärke der Abrissleine.


    Bin da sowieso etwas verwirrt, als wir 2014 oder so am Lago waren erzählte uns Norman damals das am Lago keine "Reißleine" gefischt wird sondern nur eine so zu sagen Halteleine ( ca. 0,17 mm beim Abspannen ) und andere schreiben oder sagen ca. 0,30 mm !
    Diesen Unterschied finde ich schon enorm !
    und wahrscheinkich fehlt mir da die Erfahrung.


    Aber das macht das angeln aus :gaggga:

  • Hi


    zwei Reisleinen....
    Kurze ist eine dünne Reisleine (Halteleine), beim Biss kaum Wiederstand. Wenn er dann fluchtet läuft er in die zweite längere und stärke Reisleine.


    Das beim Norman mit der dünnen, da ist dann nix mit pennen, da steht er bei der Rute.

  • Danke Peter !


    Verstehe schon wie du das meinst !
    Ist sicher eine gute Lösung, werde ich nächstes mal testen !


    noch eine Frage:


    Wäre es sinnvoll das man die z.B. Karausche statt am Rücken in der Schwanzwurzel mit dem Haltehacken anködert ?


    Danke schon mal !

  • :servus:,


    wir fischen regelmäßig mit zwei Reißleinen am Superiore.


    Die erste ca. 0,30er, kurz und sehr hart abgespannt und die zweite ca. 0,40er und etwa 150cm lang.


    Der Köfi bekommt dabei den Einzelhaken in die Schwanzwurzel und den Drilling im Bereich der Brustflosse.


    Die Tiefe stellen wir dabei über die Vorfachlänge ein.

  • :gutenabend:


    Jetzt muss ich nochmal etwas einwerfen !


    Den selben "Effekt" so wie ihr mir das erklärt habt könnte man doch auch mit dem Bungee - Rig erreichen !???!


    Vielleicht ist das ein Denkanstoß an die Tüftler unter euch.


    Würde mich über eine Antwort sehr sehr freuen :fischamhaken:



    dankee

  • Hallo Martin,
    nicht ganz und ja klar gilt meiner Meinung nach gleichermaßen, bzw. ich sehe das Bungee vielmehr als Add On.
    Eine Reißleine hat ja mehrere Funktionen. Die erste ist ganz lapidar gesagt die, dass der Köfi am Spot fixiert ist und nicht frei herumschwimmen kann (Haltefunktion).
    Die zweite ist die, dass sich nachdem sich das Vorfach gestreckt hat und die Reißleine gesprengt wird ein Selbsthakeffekt einstellt
    (sozusagen ein kleiner vorweggenommener Anhieb damit die Hakenspitze im Fischmaul fassen kann)
    Nach Abriss dieser Reißleine stellt sich die vorgespannte Rute - das ist dann der zweite Hakeffekt welcher den Haken weiter ins Fischmaul eindringen läßt schon bevor der Angler die Rute anschlägt.
    Fischt man mit 2 Reißleinen hast du quasi einen dritten Hakeffekt, nämlich kurz nachdem die erste (kürzere) Reißleine fatzt.
    Desswegen ist meine zweite Reißleine keine 1,5 mtr sondern nur so um die 10 cm länger als die erste (insgesamt ist dann die "doppelte" Reißleine max. 30 cm lang, eher nur 25)
    Schaltet man noch ein Bungee Rig dazu hast einen ähnlichen Effekt, aber noch einen weiteren viel wichtigeren dazu.
    Dadurch dass das Bungee Dehnung hat kann ein Waller der den Köder noch einsaugen wenn das normale Vorfach bereits gestreckt ist.
    Und ich behaupte hier mal frech dass dies überwiegend bei Großen Wallern der Fall ist.
    Warum? Ein kleines Wallermaul hat gar nicht das Volumen um über einen Saugeffekt das Bungee zu strecken - die knallen eher in den Köderfisch rein als daß sie ihn einsaugen.
    (die weichen und längeren Bungee Rigs von Rheinboard sind mir darum auch lieber als die Kurzen vom Carsten)
    Es sind also überwiegend die Großen die man mit Bungee überlisten kann.

    Gruß Winne

    bawuekleinxxs1n.png

    6 Mal editiert, zuletzt von Winne ()

  • Hallo Martin,


    das Bungee Rig fische ich, wenn überhaupt, nur an der Grundmontage.


    Beim Abspannen sehe ich keinen Vorteil und auch nicht den gleichen Effekt, den 2 Reissleinen haben aber Versuch macht klug und wenn du damit erfolgreich bist - umso besser.

  • Danke Winne und Thomas!


    War ja nur eine Überlegung !


    Mein Gedanke war dabei genau so wie Winne sagte dass es mit Bungee leichter sein müsste das der Waller den Köfi einsaugen kann !


    Ich werd das mal testen, glaube das das sehr sehr gut funktionieren kann auch am Lago und sogar beim Abspannen !


    Denke auch das sich so der Köfi auch noch ein Stück weit besser präsentieren läst.
    Und gerade das selber "basteln" des Rigs ist ja ruck zuck erledigt- ein guter Zeitvertreib zu dieser Jahreszeit!


    Wenn jemand noch Erfahrungen oder Meinungen hat dann bitte gerne...........

  • :servus:


    also die Fehlbissquote hängt meiner Meinung nach viel eher mit nicht richtig scharfen Haken zusammen als mit der Wahl der richtigen Reissleine. Seit ich meine Haken vor jedem Einsatz nachschleife hab ich kaum Fehlbisse mehr. Verwende (am Po) immer ne 0,40er und fertig.


    Grüße
    Steffen

  • Hallo Leute,


    wenn ich für mich die Zeit so Revue passieren lasse und die bisherige Diskussion abwäge, dann bin ich der Meinung, dass man das Thema Reissleine komplexer sehen muss und das zumindest mal angesprochen werden sollte


    - ohne das Thema verwässern zu wollen. Ich weiss: Thema Abrisseine -


    Mit komplexer meine ich, dass es das gesamte System ist. Steffen macht hier wohl mit scharfen Haken als ergänzenden Aspekt den Anfang. Bei Erfolg / Misserfolg ist die Reissleine nur ein einziger Aspekt und betrachtet ohne Mitinbezugnahme anderer Aspekte nicht sonderlich zielführend wenngleich ich den oberen bisherigen Posts zustimmen kann.


    Passen muss neben Reissleine die situationsbedingte Abstimmung der Anbindestelle z.B.

    Stein - Reissleine - Vorfach mit Vorfachlänge - scharfes Hakensystem passend zur Köfigrösse - und die grundsätzliche Betrachtung Köfigrösse - Vorspannung.


    Ich erinnere mich an eine Woche im Zeitraum 4 Wochen Gurkenzeit an Fängen da habe ich mit meinem Bootspartner unter diesen Umständen super gefangen. Gefunzt haben nur Köfi bis max. 28-30 cm, ideal war 20-25, sehr kurzes 70-80 cm Vorfach Haarmontage, Steinmontage mit 30 cm Spiel am Vorfach, abgesenkt mit eingehängtem ca 200 gr Blei als "Slider" und nahezu fasst null Vorspannung.

    Die Bissverwertung war gigantisch. Mit 30 cm Spiel meine ich dass die leichte Spannung bereits die 30 cm Steinschnur/Abrissleine vom Stein weg zum Boot gestreckt ist und zumindest seitlich und nach vorne die Montage auf die Rute wie eine Paternostermontage wirkt. Gut, war in Mantova, eine Montage und kaum Spannung ginge am Po sicher nicht in der Strömung.


    Insgesamt wollte ich nur sagen, dass die reine Reissleinendiskussion vielleicht für manche den Eindruck erweckt, dass hiervon zu viel abhängt.


    Ansonsten stimme ich den Reissleinenposts von den anderen wie gesagt zu.


    Ebenso kann funktionieren ein für eine Weile mitgeschleppter Stein mit nach Drillbeginn verzögertem Abriss. Man muss nur Steingewicht und Leine sorgfältig abstimmen. Funzt auch nur bei festem Boden ohne Schlamm.

  • Hi,


    also ich muss ja ehrlich gesetehn, dass ich mir über die Reißleine echt wenig gedanken mache. Persönlich habe ich gerne eine kurze Reißleine und verwende auch mittlerweile immer die selbe Stärke von 0,50 mm Mono egal ob im See Fluss. Bei einem Biss schaffen es sogar die kleinen meistens die Reißleine zu sprengen und wenn ich keinen Biss hatte, bekomme ich den Stein wenigstens wieder hoch.


    Wenn ich etwas spielrau in der Montage haben möchte, gibt es andere möglichkeiten wie ein langes Vorfach oder eben ein Bungee_Rig. :zwinker: